Aktuelles

  • Anja Vollmer: „Materialknappheit dämpft Erwartungen“ /  Trotz guter Geschäfte schwindet der Nachwuchs Vlotho. Die anhaltende Rohstoff- und Materialknappheit sowie die damit verbundenen Preissteigerungen dämpfen den Optimismus in der Baubranche. „Die schwer kalkulierbare Mangelsituation sorgt für Auftragsverzögerungen und belastet die Ertragslage trotz voller Auftragsbücher“, sagte die mittelständische Unternehmerin Anja Vollmer in Vlotho..Im Gesprach mit dem FDP-Wahlkreiskandidaten im Kreis Herford Jens Teutrine und weiteren Mitgliedern und Freunden der FDP Vlotho beschrieb die Geschäftsführerin der Hermann Vollmer Gesellschaft für Tief- und Straßenbau mbH die aktuelle Geschäfts- und Auftragsentwicklung. Erste Station auf einer vierstündigen Radtour durch Vlotho war der 1895 gegründete Familienbetrieb im Gewerbegebiet Hollwiesen. Anja Vollmer, die in Minden Bau-Ingenieurwesen studiert hat, berichtete vom rasanten Wandel, dem die Branche seit Jahren ausgesetzt ist. Es werde zunehmend schwieriger, geeignete Mitarbeitende zu finden. „Der Nachwuchsmangel in den Bauberufen insgesamt macht mit große Sorgen“, so Vollmer. Es kämen zwar regelmäßig Bewerbungen für ein Schülerpraktikum, viele Bewerber würden jedoch schnell wieder abspringen, weil ihnen der „Job zu anstrengend“ sei. Im laufenden Jahr absolvierten zwei junge Leute ihre Ausbildung bei der Firma Vollmer, bilanzierte die Geschäftsführerin. Einen zweiten Halt gab es für die 12-köpfige Fahrradgruppe an einem der bekannten Vlothoer Wahrzeichen, der Windmühle im Ortsteil Exter. Hier informierte Ratsherr Dr. Eckhard Neddermann über die umstrittene ICE-Neubautrasse von Bielefeld nach Hannover und die Aktivitäten der Bürgerinitiative „Widuland“. Neddermann warnte vor einer „jahrzehntelangen Großbaustelle“ in Vlotho. Nach seinen Angaben hat die Bürgerinitiative eine Studie in Auftrag gegeben, um die Machbarkeit des Ausbaus der Bestandsstrecke in OWL als Alternative zu den geplanten Neubaustrecken zu prüfen. Im Oktober sollen die Ergebniss der Studie der Öffentlichkeit vorgestellt werden, berichtete Neddermann. FDP-Mann und Bundesvorsitzender der Jungen Liberalen, Jens Teutrine, sprach sich dafür aus, den begonnenen „Bahndialog“ auszusetzen. Statt im fairen Gespräch mit der Region auf Transparenz und Offenheit zu setzen, werde nach seiner Wahtnehmung „eine Scheindebatte geführt“, kritisierte Teutrine und erhielt viel Beifall. Als dritte Gastgeberin empfing Landwirtin Marlene Ortmann die Radler auf ihrem Hof in Exter. Ihr sei es wichtig, den ländlichen Raum zu schützen und zu bewahren, betonte die Ehrenvorsitzende der Freien Demokraten in Vlotho. Die heimische Landwirtschaft müsse stärker in das öffentliche Bewusstsein gerückt werden „und endlich mehr Wertschätzung erfahren“, sagte Ortmann.  Intakte Infrastrukturen vor Ort dürften nicht aufs Spiel gesetzt werden. In einer kurzen Diskussion am Ende des „etwas verregneten“ Ausflugs plädierte der passionierte Fahrradfahrer und Landwirt Karl-Heinz Lenger für eine sinnvolle Ergänzung des in Vlotho bereits vorhandenen Radwegenetzes. Politik und Verwaltung müssten alles tun, um die Bedingungen für Radler zu verbessern, forderte auch Helmut Kamp. Um spürbar mehr Leute auf das Fahrrad zu bringen, sei eine fahrradfreundliche Infrastruktur unverzichtbar, ergänzten Sonja und Hamdi Hammoud. BZ: Erste Station der Bike-Tour mit dem FDP-Wahlkreiskandidaten Jens Teutrine (2.v.l. mit Warnweste) war der Betrieb Hermann Vollmer – Tief- und Straßenbau: Geschäftsführerin Anja Vollmer (3.v.r.). informierte die Radler-Gruppe über die aktuelle Lage in der Baubranche.

  • Auch ICE-Trasse war ein Thema Siegfried Mühlenweg fordert Demut vor der Wahl / Fraktionschef begrüßt Baumaßmahmen in Vlotho Vlotho. Gut zwei Wochen vor der Bundestagswahl warnt der Vlothoer FDP-Vorsitzende Siegfried Mühlenweg vor einer Überschätzung des derzeitigen Umfragehochs der Freien Demokraten. „Auch in Vlotho stehen wir in Demut vor der Wahlentscheidung der Bürgerinnen und Bürger“, sagte Mühlenweg auf dem ordentlichen Ortsparteitag und verwies auf die aktuellen „zweistelligen Umfragewerte“. Die Mitgliederentwicklung im Ortsverband Vlotho sei stabil, die „Finanzlage in Ordnung“.  Nach den Worten des Ortsvorsitzenden kommt es bis zum 26. September darauf an,  „noch möglichst viele Menschen für die vernünftige Sachpolitik der Freien Demokraten zu begeistern. Mit ihrer Wahl entscheiden die Menschen in Deutschland, welchen Kurs unser Land für die Zukunft einschlägt“, sagte Mühlenweg in seiner Begrüßung im Gasthof „Alt Heidelberg“. Es sei deshalb wichtig, den Wahlkampfendspurt weiter engagiert und motiviert zu gestalten. In seinem Rechenschaftsbericht ging Mühlenweg auf die vergangenen 18 Monate („seit dem letzten Ortsparteitag im Februar 2020“) ein, die ganz im Zeichen der Pandemie standen. Die Kommunalwahl am 13. September 2020  habe für die FDP in Vlotho „trotz Corona-Krise ein tolles Ergebnis“ gebracht, erinnerte der FDP-Chef. Mit Andreas Stocksmeier, Dieter Rösner, Tanja Prüßmeier und Dr. Eckhard Neddermann seien vier Liberale im neuen Statrat vertreten. FDP-Fraktionschef Andreas Stocksmeier ging ebenfalls auf die coronabedingten Einschränkungen in der Ratsarbeit ein. Harte Maßnahmen hätten politische Veranstaltungen und Gremiensitzungen vielfach in virtuelle Meeting-Räume verlagert. „Einige Ratssitzungen wurden auf den HFA eingekürzt, um mit weniger Personen überhaupt eine Präsenzveranstaltung durchführen zu können“, sagte Stocksmeier. Der Fraktionsvorsitzende begrüßte die „für alle sichtbaren“ Baumaßnahmen am Vlothoer Bahnhof. Die an einigen Schulen im Stadtgebiet laufenden Erneuerungs- und Sanierungsarbeiten machten ebenfalls gute Fortschritte, berichtete Stocksmeier und erinnerte an die Idee, „ein neues Rathaus zu bauen“. Auch solle die Burg attraktiver und der Zugang zum Hafen verbessert werden. Es stelle sich jedoch für ihn die Frage, „wer das bezahlen soll“. In Stadt, Land und Bund sehe es nach seiner Wahrnehmung zuweilen aus, „als würde das alles nichts kosten“, gab Stocksmeier zu bedenken. Gemeinsam mit dem Ortsvorsitzenden und den FDP-Ratsmitgliedern stellte sich der Herfoder Landtagsabgeordnete Stephen Paul gegen die Pläne für den Bau einer neuen ICE-Trasse. „Für den Starrsinn des Bundesverkehrsministers und der ihn tragenden Regierungsmehrheit von CDU/CSU und SPD zahlt unsere Heimat einen hohen Preis“, betonte Paul in einem Grußwort. Das starre Festhalten an den geforderten 31 Fahrminuten zwischen Bielefeld und Hannover verursache eine „jahrzehntelange Großbaustelle“ in unserer Region, warnte der Kreisvorsitzende der Freien Demokraten.  Das Wittekindsland würde mit der breiten ICE-Trasse zerschnitten und die Heimat tausender Familien zerstört. „Wir werden jeden Bundestagsabgeordneten unserer Region künftig daran messen, wie er in dieser Sache nach der Wahl agiert“, rief Paul den Anwesenden zu und erhielt viel Beifall. BZ: Zufriedene Gesichter beim Ortsparteitag der FDP Vlotho (v.l.): Ortsvorsitzender Siegfried Mühlenweg, Schatzmeister und Ratherr Dieter Rösner, Landtagsabgeordneter Stephen Paul sowie die Ratsmitglieder Andreas Stocksmeier, Tanja Prüßmeier und Dr. Eckhard Neddermann.

  • FDP-Chef  Lindner und FDP-Urgestein Lenger sprechen über Jagdpolitik und Landwirtschaft Vlotho/Rödinghausen. Die Freien Demokraten haben nach Angaben des FDP-Bundesvorsitzenden Christian Lindner großen Respekt vor Eigentum und Eigenleistung. Das gelte überall, „aber eben auch für die Landwirtinnen und Landwirte in Deutschland“, sagte Lindner im persönlichen Gespräch mit dem Vlothoer Landwirt und Jäger Karl-Heinz Lenger. Am Rande einer FDP-Veranstaltung in Rödinghausen sprachen der prominente Bundespolitiker und der Kommunalpolitiker über Jagdpolitik und Agrarwirtschaft. Lenger forderte den FDP-Chef auf, sich noch stärker für den ländlichen Raum zu engagieren. Politische Entscheidungsträgr in Berlin wüssten zuweilen gar nicht, was es bedeute, wenn kein Bus fahre oder auch, „wie ein sterbender Wald aussieht“, sagte Lenger. Ausdrücklich dankte er Lindner für dessen Engagement bei der Reform des NRW-Jagdgesetzes. BZ: Trafen sich am Rande einer Veranstaltung: Der FDP-Chef  Christian Lindner und das Vlothoer FDP-Urgestein Karl-Heinz Lenger (Mitte). Interessierte Zuhörerrin des Dialogs ist Ehefrau Ruth Lenger.

  • Karlheinz Busen: „Wir brauchen endlich ein aktives Wolfsmanagement“ / Tierhalter verzeichnen zunehmend Verluste duch Wölfe Vlotho. Die Wolfspopulation in Deutschland wächst seit Jahren rasant und belastet zunehmend die Weidetierhaltung. Im Jahr 2020 sind nach Angaben des FDP-Jagdexperten Karlheinz Busen MdB knapp 4.000 Nutztiere von freilebenden Wölfen getötet oder verletzt worden, das bedeute eine Steigerung von 37 Prozent zum Vorjahr. Hauptsächlich betroffen seien Schafe und Ziegen, aber auch große Weidetiere wie Rinder („vereinzelt auch Pferde“), sagte der jagdpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion in Vlotho. Gängige Herdenschutzmaßnahmen nach den staatlichen Empfehlungen erwiesen sich oft als wirkungslos. Angesichts der unkontrollierten Ausbreitung von Wölfen sieht Busen dringenden Handlungsbedarf.  Seit 40 Jahren ist der Abgeordnete aus Gronau passionierter Jäger. „Wir dürfen nicht weiter tatenlos zusehen. Um den Wolfsbestand künftig auf einem stabilen Niveau zu halten, brauchen wir ein aktives Wolfsmanagement mit der Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht“, forderte der Experte, der auf Einladung des FDP-Ortsverbandes Vlotho im „Bonneberger Hof“ sprach. Laut Busen leben inzwischen etwa 2.000 Wölfe in Deutschland. Innerhalb von drei Jahren werde sich der Bestand mehr als verdoppeln. Unter dem Beifall der mehr als 30 Gäste sprach sich der FDP-Politiker für einen „ideologiefreien Umgang“ mit dem Schutzstatus der Wölfe aus. Keinem Jäger gehe es darum, den Wolf auszurotten. Zur Wahrheit gehöre aber auch, anzuerkennen, dass der Wolf nicht vom Aussterben bedroht sei. Europaweit gebe es heute bereits 30.000 Tiere, so dass der günstige Erhaltungszustand vorhanden sei. Mit Blick auf die hohe Wolfspopulation hierzulande sei es absolut unnötig, den höchsten Schutzstatus nach der FFH-Richtlinie aufrechtzuerhalten. Ratsherr Dr. Eckhard Neddermann, der den zweistündigen Vortragsabend moderierte, verwies auf die anhaltend starke Polarisierung in der deutschen Bevölkerung, wenn „es um den Wolf geht“. Nachdem 1904 der letzte Wolf in Sachsen geschossen wurde, löse die Wiederkehr des Wildtieres keineswegs nur Freude und Begeisterung aus. Wolfsberater Dr. Walter Jäcker bestätigte, dass „Wölfe die Gesellschaft tief gespalten“ haben. Laut Neddermann wohnen die Befürworter einer uneingeschränkten Ausbreitung des Wolfes zum größten Teil in den Städten, „während die Wolfsgegener in den Außenbereichen und auf dem Land leben“. Am Ende der Diskussion ging der heimische Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler (Bünde) auf die überragende Bedeutung der deutschen Landwirtschaft in unserer Gesellschaft ein. „Weit über den Anbau von Getreide und die Haltung von Vieh hinaus“ prägten die Landwirte seit jeher das Gemeinschaftsleben in den Dörfern, sagte Schäffler. Und sie brauchten eine klare Perspektive, wie sie auch in fünf, zehn oder 30 Jahren noch nachhaltig wirtschaften und erfolgreich arbeiten können, fügte der Abgeordnete hinzu. Große Zustimmung gab es von Eckhard Neddermann und dem Vlothoer FDP-Ortsvorsitzenden Siegfried Mühlenweg. Gerade in Vlothos Außenbereichen produzierten die Landwirte hochwertige Futter- und Lebensmittel und schafften zugleich Lebensräume für zahlreiche Insekten und Wildtiere. „Und dennoch sehen sie sich vielfach Anfeindungen von Naturschützern und Anwohnern ausgesetzt“, hieß es. BZ: FDP-Politiker sprachen in Vlotho über Naturschutz und Jagdpolitik (v.l.): Ortsvorsitzender Siegfried Mühlenweg, Ratsherr Dr. Eckhard Neddermann, Jagdexperte Karlheinz Busen und MdB Frank Schäffler.

  • FDP Vlotho auf Besichtigungstour / Heimische Wildtiere und Insekten profitieren Vlotho. Das Anlegen und die Pflege von Wildäckern ist privat finanzierter und betriebener Naturschutz, der allen heimischen Wildtieren und Insekten zugute kommt. „Wildäcker schaffen neue Lebensräume für Flora und Fauna. Sie werden für unsere wildlebenden Tierarten geschaffen, bieten ausreichend Nahrung und Deckung- und erfüllen zudem vielfältige ökologische Funktionen“, sagte der Vlothoer Jäger und Naturfreund Jörg Schaak in einem Gespräch mit FDP-Politikern in Vlotho. Auf Initiative von  Dr. Eckhard Neddermann ließen sich die FDP-Ratsmitglieder und zahlreiche Gäste über Wildäcker informieren, die die Jagdpächter in fast allen Revieren des Hegerings Vlotho angelegt haben. Schaak machte deutlich, dass in der heutigen Agrarlandschaft „in großräumigen Strukturen nur noch wenige Marktfrüchte angebaut“ werden, dafür überwiegend Getreide in großen Monokulturen. Die Artenvielfalt bleibe auf der Strecke, sagte Schaak, der einer alteingesessener Jägerfamilie entstammt und seit 2007 Jagdpächter in Vlotho ist. Ihm sei es wichtig, mit Wildäckern zusätzlich Pflanzenbestände zu schaffen, die reich an blühfreudigen Arten sind. Und Ehefrau und Jägerin Pia Schaak fügte hinzu: „Wildäcker sind wichtig, jedoch für die Jagdpächter arbeitsreich und kostspielig“. Die Wildäcker werden mehrjährig angelegt und stehen den Tieren ganzjährig zur Verfügung. „Auch dann, wenn die Agrarflächen längst abgeernet sind“, sagte  Eckard Neddermann, selbst Jäger und langjähriger Vorsitzender des Hegerings Vlotho. Nach seinen Angaben legen die Jäger ihre Wildäcker nicht in einer großen Fläche an, sondern in mehreren kleineren Flächen („Ruheinseln“), die über das gesamte Revier verteilt sind. Auf Nachfrage des Fraktionsvorsitzenden Andreas Stocksmeier erläuterte Neddermann, dass die Flächen von den Grundbesitzern gepachtet „und dann mit Landmaschinen kultiviert werden“. Für die Einsaat würden spezielle „Wildackermischungen“ gekauft, ergänzte Jörg Schaak. Diese Mischungen  enthielten auch Ackerwildkräuter, die auf intensiv genutzten Ackerflächen nicht mehr vorkommen und „die von von verschiedenen Insekten- und Vogelarten genutzt werden“. Die Jäger betonten, dass die Wildäcker nicht von Menschen, Hunden oder Reitern als „Erholungsfläche“ genutzt werden dürfen. Das Betreten dieser Flächen würde das Wild beunruhigen, auch könne es dadurch zu Verkehrsunfällen kommen, warnten die drei Experten.“ BZ: „Wilde Äcker“ in Vlotho: Jörg Schaak (6.v.l.), Pia Schaak (7.v.l.) und Dr. Eckhard Neddermann (2.v.l.) informierten eine Besuchergruppe der Freien Demokraten über das Anlegen und die Pflege von Wildäckern, die in fast allen Revieren des Hegerings Vlotho zur Erhöhung der Artenvielfalt geschaffen wurden.

  • BZ: Sprachen über berufliche Bildung (v.l.): Ratsherr Dieter Rösner, MdL Martina Hannen, FDP-Ortsvorsitzemder Siegfried Mühlenweg, Ehrenvorsitzende Marlene Ortmann und Helmut Kamp. Foto: Nils Allersmeier „Zuverlässiger Erfolgsgarant im globalen Wettbewerb“ Vlotho (Kreis Herford). Die duale Berufsausbildung in Deutschland ist nach den Worten der FDP-Landtagsabgeordneten Martina Hannen (Lage) ein anerkanntes Erfolgsmodell und längst zum Exportschlager geworden. „Jenseits von Campus und Hörsaal“ biete die Kombination von Fachwissen und Praxis jungen Menschen eine gute Zukunft. Bildung sei ein zuverlässiger Garant für den Erfolg im globalen Wettbewerb, sagte Hannen beim „Liberalen Stammtisch“ der Freien Demokraten in Vlotho. Keinen Zweifel ließ die Bildungsexpertin an der Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung. Die angestrebte „und auch notwendige“ größere Durchlässigkeit zwischen beiden Systemen sei zwar formell gegeben, „faktisch aber noch nicht allzu ausgeprägt“, betonte Hannen. Nach ihrer Darstellung wechseln zunehmend Jugendliche aus einer Hochschule in eine berufliche Ausbildung. Der umgekehrte Weg („also das Studium nach der Berufsausbildung“) werde indes nur von wenigen beschritten. Der Trend zur Akademisierung in Deutschland halte unvermindert an, berichtete die FDP-Politikerin. „Die Zahl der Studienanfänger ist mittlerweile ebenso hoch wie die Anzahl derer, die eine duale Ausbildung beginnen“. Grund dafür sei die gestiegene Anzahl von jungen Leuten, die die Schule mit dem Abitur beenden, sagte Hannen. Und bereits mehr als zwei Drittel der Abiturienten planten ein Studium, fügte sie hinzu. Nach Angaben von Martina Hannen haben die überbetrieblichen Ausbildungsstätten, die Berufskollegs und Volkshochschulen in Ostwestfalen-Lippe in der bildungspolitischen Diskussion viele Jahre ein Schattendasein geführt. Das habe unter der Verantwortung der schwarz-gelben Landesregierung seit 2017 ein Ende gefunden, sagte die Sprecherin für schulische Berufs- und Weiterbildung der FDP-Landtagsfraktion. Die NRW-Koalition stärke die Weiterentwicklung der Berufskollegs zu regionalen Bildungszentren und mache sie fit für neue Herausforderungen in schwierigen Corona-Zeiten. Hannen, die auch einem Prüfungsausschuss der Bielefelder Handwerkskammer vorsteht, verwies auf die Notwendigkeit, das „öffentliche Bild der dualen Ausbildung insgesamt zu verbessern“. Sonst bestehe die Gefahr, dass der anhaltende Fachkräftemangel mehr und mehr zur Wachstumsbremse werde, warnte die Lagenserin. In der anschließenden Diskussion sprach sich Nils Allersmeier (Wüsten) dafür aus, die Bedeutung der beruflichen Bildung immer wieder herauszustellen. Sie sei die „tragende Säule unserer Gesellschaft“, sagte der 25-Jährige, der bei der NRW-Landtagswahl im Mai 2022 als FDP-Kandidat im neu geschnittenen Wahlkreis Herford III (Vlotho) und Lippe II antreten wird.  

  • BZ: „Liberaler Stammtisch“ mit dem Bundesvorsitzenden der JuLis  und Bundestagskandidaten Jens Teutrine (vorne). Der Vorsitzende der FDP-Vlotho, Siegfried Mühlenweg (2.v.re.), Fraktionschef Andreas Stocksmeier (li.) sowie die Ratsmitglieder Dr. Eckhard Neddermann und Dieter Rösner (re.) begrüßten den prominenten Gast. JuLi-Chef sieht gute Wahlchancen / Harsche Kritik an der Debatte um ICE-Strecke Vlotho. Die Corona-Krise hat nach Auffassung von JuLi-Chef Jens Teutrine bei jungen Menschen zu erheblich mehr „psychischen Erkrankungen, wirtschaftlichen Nöten und Bildungsungerechtigkeiten“ geführt. Das Aufstiegsversprechen der Sozialen Marktwirtschaft müsse deshalb erneuert werden, damit sozialer Aufstieg in Deutschland weiter möglich ist. Viel zu häufig hingen Bildungs- und Karrierechancen immer noch vom Elternhaus ab. „Armut wird viel zu oft vererbt. Doch diese Kinder sind nicht dümmer, fauler oder weniger begabt. Sie verdienen es, dass wir mehr für sie tun“, sagte der Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen und FDP-Bundestagskandidat im Wahlkreis Herford –  Minden-Lübbecke bei einem „Liberalen Stammtisch“ in Vlotho. Bevor jemand auf die Idee kommen könnte, das als sozialdemokratische Agenda zu interpretieren, unterstrich Teutrine den Leistungsgedanken, der hinter allem stehe. „Auch das gehört zu dem freiheitlichen Lebensgefühl, das wir Freie Demokraten verkörpern wie keine andere Partei: Selbstbestimmung, Leistung, Fleiß“. Es dürfe nicht darauf ankommen, „woher man kommt, sondern darauf, wohin man möchte“, sagte der 27-Jährige, der seit 2020 als Vorsitzender an der Spitze der  FDP-Jugendorganisation steht. In der Diskussion zum Thema „ICE-Trasse“ ging Teutrine hart mit der Scheinheiligkeit einiger OWL-Politiker ins Gericht, die in Berlin im Bundestag anders redeten als vor Ort im Wahlkreis. „Der König der Doppelmoral“ komme sogar aus Vlotho, mahnte Teutrine, ohne indes einen Namen zu nennen. In der Debatte um die geplante ICE-Neubaustrecke von Bielefeld nach Hannover solle die schwarz-rote Bundesregierung endlich „mit offenen Karten spielen“ und die Fakten auf den Tisch legen. Ähnlich kritisch äußerte sich auch Nils Allersmeier (25) aus Wüsten, der bei der NRW-Landtagswahl im Mai 2022 als FDP-Kandidat im Wahlkreis Herford III (Vlotho) und Lippe II antreten wird. Der Deutschen Bahn warf er „Intransparenz“ vor und forderte zu einem ehrlichen Dialog auf. Ausdrücklich lobte Allersmeier die gute Arbeit der Bürgerinitiative „Widuland“.

  • BZ: „Liberaler Stammtisch“ mit Gast aus Berlin: Der Vorsitzende der FDP-Vlotho, Siegfried Mühlenweg, und Fraklionschef Andreas Stocksmeier (r.) begrüßen den heimischen Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler (Mitte) in Vlotho. Aufstiegsversprechen erneuern / FDP-Bezirkschef sieht gute Chancen bei der Bundestagswahl Vlotho.  Die Corona-Krise wird nach Einschätzung von Frank Schäffler (Bünde) mittelfristig erhebliche Auswirkungen auf die Bildungschancen jungen Menschen haben. Das Aufstiegsverprechen der Sozialen Marktwirtschaft müsse „deshalb jetzt erneuert werden, damit sozialer Aufsteig in Deutschland weiter möglich ist“. Jede und jeder in unserer Gesellschaft müsse die Möglichkeit haben, seine Talente zu entdecken und sie bestmöglich ausbilden zu können, sagte der  heimische  Bundestagsabgeordnete bei einem „Liberalen Stammtisch“ in Vlotho. Für die Freien Demokraten sei die „politische Großwetterlage derzeit gut“. Jetzt komme es darauf an, nach der erfolgreichen Wahl in Sachsen-Anhalt den Schwung und Elan in den Bundestagswahlkampf mitzunehmen, betonte Schäffler. Nach seiner Darstellung haben die Liberalen am 26. September große Chancen auf ein „erneut zweistelliges Wahlergebnis“. Für dises Ziel ist laut Schäffler neben Tatkraft und Entschlossenheit vor allem Teamgeist erforderlich. „Wir dürfen uns insbesondere nicht verbiegen lassen“, mahnte der FDP-Politiker. Auch der Vlothoer FDP-Vorsitzende, Siegfried Mühlenweg, rief dazu auf, mit Mut und Optimismus in den kommenden Wahlkampf zu gehen. Wichtig sei es, möglichst viele Menschen in Stadt und Land immer wieder für die Idee der Freiheit zu begeistern. „Diese Idee unterschiedet uns von den politischen Mitbewerbern“, sagte der Ortsvorsitzende. Die Freiheit, selbstbestimmt zu leben, stelle keine andere politische Kraft in den Vordergrund. In der Diskussion ging der Gast aus Berlin intensiv auf die aktuelle Debatte um die geplante ICE-Neubaustrecke von Bielefeld nach Hannover ein. Endlich müsse die schwarz-rote Bundesregierung „mit offenen Karten spielen“ und die Fakten auf den Tisch legen. Nur in einem ehrlichen Dialog sei der notwendige Rückhalt in der Region zu erreichen, forderte der OWL-Bezirkschef. Einer weiteren „Pseudobeteiligung“ der Bürgerinnen und Bürger erteilte Schäffler eine klare Absage.  

  • BZ 1: Die Ferienspiel-Kinder und ihre Betreuerinnen Esther Thiesmeier (vorne sitzend) und Gilds Thiesmeier (hinten stehend) haben Spaß auf dem Bauernhof Thiesmeier. FDP Vlotho lädt auf den Bauernhof Thiesmeier ein Vlotho. „Es hat wahnsinnig viel Spass gemacht. Den Ferienspiel-Kindern wurde es inmitten der Natur und den Tieren nie langweilig“, freuten sich die Betreuerinnen Imke, Gilda und Esther Thiesmeier sowie Jana Hammoud am Ende eines Nachmittags auf dem Bauernhof ider Familie Thiesmeier in Vlotho. Weit weg vom Trubel der Innenstadt hatte die FDP Vlotho in diesem Jahr neun Kinder zwischen acht und zwölf Jahren zu „Ferienspielen“ in ländlicher Idylle eingeladen. Den perfekten Ort bot der Hof Thiesmeier in Vlotho-Steinbründorf mit einem Hühnerstall und einem Hofhund, aber auch Pferde und zahlreiche Kühe „zum Anfassen“ – und viel Technik. Bevor der Nachmittag beginnen konnte, musstern sich alle Teilnehmenden zunächst einem Corona-Negativ-Test unterziehen, den Dr. Eckhard Neddermann durchführte. Er war es auch, der den Kontakt zur Familie Thiesmeier hergestellt hatte. Danach gab es eine kurze Vorstellungsrunde und einen spannenden Rundgang um den Hof, den Landwirtin Tanja Thiesmeier fachkundig kommentierte. Unter ihrer Aufsicht durften die Kinder die Kälber und Kühe streicheln, selbst beim Melken durften die Schülerinnen und Schüler dabei sein. Schließlich wurde die Gruppe aufgeteilt, denn es warteten auf die Kinder noch viele Überraschungen. Alle durften an einer Hof-Rallye teilnehmen und mit einem „kindgerechten“ Hof-Truck fahren – und sogar eine Rundfahrt auf einem 220 PS-starken Traktor mitmachen. Jana Hammoud und Imke Thiesmeier hatten ein Outdoor Quiz vorbereitet; dabei ging es etwa um die Bestimmung von heimischen Getreidesorten oder um die Beantwortung von nicht einfachen Fragen wie: Wie oft werden die Kühe gemolken oder was ist ein „Milchtaxi“? Ab und zu schlich immer wieder der Dackel „Trine“ durch die Besucherguppe und sorgte für ordentlich Spass. Zum Abschluss lud der Vlothoer Gastronom Ralf Metz alle Beteiligten noch zu einem Imbiss in die Scheune ein. Es gab Kartoffelpuffer mit Apfelmus. Nach drei aktiven Stunden zeigten sich alle Beteiligten sehr zufrieden mit der Veranstaltung. „Es war einfach toll zu sehen, mit welcher Freude die Kinder hier mitmachten“, sagte Metz. Auch im nächsten Jahr werde sich die FDP Vlotho wieder an den Ferienspielen beteiligen, kündigten die Freien Demokraten an.

  • Bildzeile: Ortslandwirt Hendrik Halewat (3.v.l.) und Jagdpächer Christian Rasche (2.v.l.) informierten über die in Vlotho laufenden Naturschutzpflegemaßnahmen. Aufmerksame Zuhörer waren die FDP- Ratsmitglieder (v.l.): Dr. Eckhard Neddermann, Tanja Prüßmeier, Dieter Rösner und Fraktionschef Andreas Stocksmeier. FDP Vlotho sucht den Dialog mit Jägern und Landwirten / Diskussion und „Vor-Ort-Termin“ Vlotho. Jetzt blüht, summt und brummt es wieder entlang der heimischen Äcker und Felder. Für die FDP Vlotho genau der richtige Zeitpunkt, um mit Landwirten und Jägern das Gespräch zu suchen. „Beide Gruppen bilden traditionell eine partnerschaftliche Allianz im ländlichen Raum – auch in Vlotho“, sagten Ortslandwirt Hendrik Halewat und der stellvertretende Hegeringleiter Christian Rasche. Ausführlich informierten die beiden Experten über den hohen Stellenwert von Naturschutz und Naturschutzpflegemaßnahmen. Die Blütenpracht am Wegesrand bereichert nicht nur das Landschaftsbild vor Ort, sondern gibt zugleich Insekten und anderen Wildtieren Nahrung und Lebensraum. „Es gibt viele freiwillige Aktionen und Maßnahmen der hiesigen Landwirte“, betonte der Vorsitzende des landwirtschaftrlichen Ortsvereins Vlotho-Valdorf-Uffeln. „Und oft gemeinsam mit den Jägern. Wir arbeiten Hand in Hand“, ergänzte Jagdpächter Rasche. Durch Blühstreifen und Wildäcker würden Flora und Fauna unterstützt. „Die Landwirte ergreifen immer wieder Eigeninitiative und verzichten hier bewusst auf ihren Ertrag zugunsten der Natur“, sagte Halewat. Dies werde von der Öffentlichkeit leider oft nicht wahrgenommen. Der Landwirt verwies auf das im Münsterland erfolgreich gestartete Konzept des Hegebeauftragten. Das Projekt zeige, dass die Verbindung von Jagd und Landwirtschaft gut funktioniere. Es sei auch ein gelungenes Beispiel für den zeitgemäßen Umgang „mit tatsächlich oder nur vermeintlich widerstreitenden Ansprüchen an die Flächennutzung in einer Region“. Aisdrücklich lobte Halewat den Vertragsnaturschutz im Kreis Herford. In der Diskussion erinnerte Ratsherr Dr. Eckhard Neddermann daran, dass die Landwirte „gerade in Vlothos Außenbereichen“ hochwertige Futter- und Lebensmittel produzieren und zugleich Lebensräume für zahlreiche Insekten und Wildttiere schaffen. „Und dennoch sehen sie sich vielfach Anfeindungen von Naturschützern und Anwohnern ausgesetzt“, kritisierte Neddermann, auf dessen Initaitive die Informationsveranstaltung zurückging. „Naturschutz geht alle an – auch Garten- und Grundbesitzer“, hieß es nach zwei Stunden im Gasthof „Alt Heidelberg“. Um die in Vlotho entstandenen Blühstreifen und -flächen in Augenschein zu nehmen, vereinbarten die Gesprächspartner einen „Vor-Ort-Termin“ zu Beginn der Sommerferien.

  • BZ: Freuen sich über den markanten Gipfelstein: Stellv. Bürgermeister Ralf Nolte, Dr. Eckhard Neddermann, Willi Südmersen, Landrat Jürgen Müller und Fraktionschef Andreas Stocksmeier (von links). Höchster Berg im Kreis Herford zieht mehr und mehr Besucher an Vlotho (Kreis Herford). Seit genau zwölf Monaten ist der Kreis Herford um eine Sehenswürdigkeit reicher: Auf dem Bonstapel, mit 342 m höchster Berg der Stadt Vlotho und zugleich des Kreises Herford, liegt ein markanter Gipfelstein mit Gravur, der für Wanderer gut erkennbar und weithin sichtbar ist. Es ist ein rund sechs Tonnen schwerer Findling, der auf Initiative des Vlothoer Liberalen, Friedrich-Wilhelm  („Willi“) Südmersen, aufgestellt wurde. Zum ersten Jahrestags des Gipfelsteins würdigten Landrat Jürgen Müller, Vlothos stellvertretender Bürgermeister Ralf Nolte, Dr. Eckhard Neddermann für die FDP Vlotho und Kurt Knäble als Chef des Heimatvereins die neue Attraktion im Vlothoer Ortsteil Valdorf. In seiner Begrüßung schilderte Neddermann die Geschichte des Findling-Projektes. In den 70er Jahren wurde der mächtige Koloss der vor über 200 000 Jahren aus Nordeuropa mit einer Endmoräne nach Vlotho gekommen ist, auf dem Grundstück des Valdorfers Willi Südmersen bei Straßenbauarbeiten gefunden und freigelegt. Zunächst wurde der Stein an einem sicheren Platz in der Nähe des Bauhofs „zwischengelagert“, bis bei den Vlothoer Liberalen vor etwa zwei Jahren die Idee entstand, den höchsten Punkt in Stadt und Kreis zu markieren. Südmersens Idee wurde mit Hilfe von großzügigen Sponsoren und tatkräftigen Helfern zügig in die Tat umgesetzt, betonte Neddermann, der den erkrankten Ortsvorsitzenden Siegfried Mühlenweg vertrat. „Und dann ging alles plötzlich ganz schnell“, so Neddermann weiter. Die Genehmigungen wurden eingeholt und der schwierige Transport auf den Bonstapel mit Hilfe der Firma Herrmann Vollmer (Vlotho) gemeistert. Mit seiner Begeisterung steckte Südmersen seine liberalen Parteifreunde an. Nicht nur der FDP Ortsverband Vlotho, sondern auch der örtliche Heimatverband habe ebenfalls eine beachtliche Unterstützung geleistet, berichtete Neddermann. Sein besonderer Dank galt Willi Südemersen, der das „Projekt von der Planung bis zum Abschluss durchgezogen“ habe. Im vergangenen Corona-Jahr statteten viele Wanderer, darunter Besucher aus dem Ausland, dem Stein einen Besuch ab. Viele trugen sich in das „Besucherbuch“ mit geistreichen Beiträgen, kleinen Gedichten oder „einem Lob für diese Attraktion im Kreis Herford“ ein. Auch der Herforder Landrat Jürgen Müller lobte in einem Grußwort Südmersens großes ehrenamtliches Engagement. Sein Beispiel zeige eindrucksvoll, dass Demokratie vom Mitmachen lebt, von Tatkraft und Entscheidungsfreude. Der Gipfelstein gebe seit einem Jahr allen Im Kreis Herford ein gutes Stück Orientierung, betonte der Landrat und fügte hinzu: „Auch in den schweren Zeiten der Corona-Pandemie“. Ralf Nolte bezeichnete den vollendeten Plan der Freien Demokraten als grandiose Idee, die auch für das gute überparteiliche Miteinander stehe. Vlotho habe jetzt etwas Besonderes und Symbolstarkes, was bleibe, sagte der stellvertretende Bürgermeister und fügte noch schmunzelnd hinzu: „Wenn nach der alten Sage der Teufel immer noch unter dem Bonstapel gefangen sein sollte, haben wir jetzt endgültig einen Deckel drauf“.

  • BZ: Nils Allersmeier (vorne, Mitte) ist bei der NRW-Landtagswahl 2022 Bewerber für den neuen Wahlbezirk Lippe II und Herford III. Mit dem 25-Jährigen aus Wüsten freuen sich die Vlothoer Siegfried Mühlenweg (l.) und Ralf Metz (r.) sowie die beiden Kreisvorsitzenden aus Lippe und Herford, Carsten Möller (hinten, l.) und Stephen Paul (hinten, r.) Stadt Vlotho gehört bei der Landtagswahl 2022 zu Lippe II / Siegfried Mühlenweg mit Zuversicht Vlotho (Kreis Herford). Neu zugeschnitten werden bei der NRW-Landtagswahl im Mai 2022 die Wahlkreise in Nordrhein-Westfalen: Davon ist nach Angaben des stellvertretenden FDP-Kreisvorsitzenden Siegfried Mühlenweg (Vlotho) auch Ostwestfalen-Lippe stark betroffen. Im Kreis Herford gebe es etwa für die Stadt Vlotho ganz erhebliche Auswirkungen. Als „traditionelle liberale Hochburg“ im Kreis Herford werde Vlotho schon bei der nächsten Landtagswahl als Wahlkreis (WK) Herford III in den WK Lippe II verschoben, berichtete Mühlenweg. Vor einem Jahr sei das Landeswahlgesetz mit den Stimmen der schwarz-gelben Regierungskoalition neu gefasst worden, sagte der Freidemokrat und verwies auf eine weitere Auswirkung der Neueinteilung im Wittekindskreis. Zum WK Herford II-Minden-Lübbecke III (mit Bünde, Kirchlengern, Löhne und Rödinghausen) werde demnach Bad Oeynhausen mit fünf Stadtteilen zugeschlagen. Der neue Wahlkreiszuschnitt folge dem Verfassungsgrundsatz, dass jede Stimme in einem Gemeindegebiet annähernd gleiches Gewicht haben müsse, um die Chancengleichheit der Kandidatinnen und Kandidaten zu gewährleisten, sagte Mühlenweg unter Bezugnahme auf die Gesetzes-Neufassung Gemeinsam mit Ralf Metz (Ortsverband Vlotho) hat Mühlenweg am Wochenende an der Kreiswahlversammlung Lippe II – Herford III in Detmold teilgenommen. Als gemeinsamen Bewerber für den neu zugeschnittenen Wahlkreis wählten die Delegierten im Kreishaus mit großer Mehrheit den 25-jährigen Wirtschaftsfachwirt Nils Allersmeier aus Bad Salzuflen. Der Wüstener ist Vorsitzender der Jungen Liberalen (JuLis), leitet das Büro von Stephen Paul MdL in Düsseldorf, und er kennt die Nachbarstadt Vlotho nach eigenem Bekunden „wie seine Westentasche“. Zu dem neu geordneten Wahlkreis zählen die lippischen Städte und Gemeinden Barntrup, Blomberg, Dörentrup, Extertal, Kalletal, Lemgo und Lügde. Mit Blick auf die nächste NRW-Landtagswahl mit den veränderten Abstimmungsgebieten in der Region geht der Vlothoer Ortsvorsitzende mir großer Zuversicht in die kommenden Wahlkämpfe. „Die Liberalen in Vlotho haben am 26. September bei der Bundestagswahl wieder große Chancen auf ein zweistelliges Wahlergebnis“,  sagte Mühlenweg. Für dieses Ziel brauchten die Freien Demokraten neben Mut, Tatkraft und Entschlossenheit vor allem Teamgeist. „Und wir dürfen uns vor allem nicht verbiegen lassen“, fügte der Kommunalpolitiker selbstbewusst hinzu.

  • FDP-Politiker fordert ehrlichen Bürgerdialog beim geplanten Bau einer neuen ICE-Trasse Vlotho/Bielefeld. „Trassen für Hochgeschwindigkeitsbahnen zerschneiden die Landschaft und beenträchtigen Natur und Umwelt“, heißt es in einem Beschluss, den der FDP-Bezirksparteuitag in Bielefeld mit großer Mehrheit verabschiedet hat. Zu den Autoren des Beschlusstextes gehört auch der Ortsvorsitzende der FDP Vlotho und stellvertretende Kreisvorsitzende der Liberalen, Siegfied Mühlenweg. Die aktuelle Debatte um die milliardenschwere ICE-Neubaustrecke von Bielefeld nach Hannover braucht nach Angaben des FDP-Politikers vor allem „mehr Transparenz und klare Fakten“. Die schwarz-rote Bundesregierung müsse „endlich mit offenen Karten spielen“ und den konkreten Planungsauftrag vorlegen, forderte Mühlenweg. Nur in einem rationalen und ehrlichen „Dialog mit den relevanten Akteuren“ sei der notwendige Rückhalt in der Region zu erreichen. Dies umfasse insbesondere Bürgerinitiativen, Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften, den Regionalrat sowie die Städte, Gemeinden und Kreise.

  • Rat soll Appell an die Bevölkerung zur Impfung verabschieden / Impfung schützt vor Ausbreitung des Virus Vlotho.  Der Rat der Stadt Vlotho soll die Bevölkerung zur Impfung gegen COVID-19 aufrufen und für die Nutzung der Impfangebote werben. Eine entsprechende Resolution hat die FDP-Fraktion eingebracht. „Impfungen gegen Corona bringen uns endlich Licht am Horizont. Sie sind der wichtigste Baustein für den Weg zurück aus Maskenpflicht und Abstandsregeln“, sagte Fraktionschef Andreas Stocksmeier. Nach dem bundesweiten Start der Impfungen gegen das Corona-Virus in den Alten- und Pflegeeinrichtungen werde nun zügig mit den Impfungen in den Impfzentren begonnen. Auch für die allgemeine Bevölkerung würden Impfungen nach der „Priorisierungs-Lise“ bald möglich sein, betonte Ratsherr Dr. Eckhard Neddermann.  Um die Pandemie einzudämmen und zu besiegen, sei eine Impfung möglichst vieler Menschen in den nächsten Wochen und Monate die wirksamste Möglichkeit. Nur so sei ein Gemeinschaftsschutz zu erreichen  Neddermann: „Der Weg dahin wird jedoch keine Kurzstrecke sein“. Die jetzt eingesetzten Impfstoffe seien durch Studien umfassend geprüft und inzwischen weltweit millionenfach verabreicht worden. „Sie gelten nach allen vorliegenden Daten als sicher“, so der promovierte Apotheker. Es sei natürlich eine „individuelle Entscheidung, sich impfen zu lassen oder nicht“, ergänzten die Ratsmitglieder Tanja Prüßmeier und Dieter Rösner.  Diejenigen, die sich nicht sicher sind, sollten sich beim Arzt oder Apotheker ihres Vertrauens informieren. „Es ist für mich keine Frage, dass ich mich selbst auch impfen lassen werde, wenn ich an der Reihe bin. Zum eigenen Schutz, aber auch zum Schutz von Freunden und  Angehörigen“, unterstrich Rösner.

  • 210111 FDP Vlotho Freie Demokraten präsentieren gute politische Jahresbilanz FDP-Fraktionsvorsitzender Andreas Stocksmeier (Mitte), Ortsvorsitzender und stellv. Kreisvorsitzender Siegfried Mühlenweg (re.) und Ratsherr Dr. Eckhard Neddermann.

    Freie Demokraten präsentieren gute politische Jahresbilanz: FDP-Fraktionsvorsitzender Andreas Stocksmeier (Mitte), Ortsvorsitzender und stellv. Kreisvorsitzender Siegfried Mühlenweg (re.) und Ratsherr Dr. Eckhard Neddermann. Kampf gegen die Pandemie bestimmt die Agenda / Liberale lenken Blick auf die Bundestagswahl Vlotho (Kreis Herford). Das Jahr 2020 stand ganz im Zeichen der unvermindert anhaltenden  Corona-Pandemie. Das neuartige Virus habe die Spielregeln bestimmt, harte Einschränkungen verlagerten auch politische Veranstaltungen und Sitzungen in virtuelle Meesing-Räume. „Die vergangenen zwölf Monate waren kräftezehrend, stressig und vielleicht auch manchmal einsam“, sagte der Vorsitzende der FDP Vlotho, Siegfried Mühlenweg, beim traditionellen Jahrestreffen, das aufgrund der Corona-Lage „online“ stattfand. Das politische Jahr 2020 war für die Freien Demokraten indes sehr erfolgreich, bilanzierte Mühlenweg. Bei der Kommunalwahl am 13. September habe die FDP Vlotho mit 10,75  Prozent der Stimmen kreisweit das beste Ergebnis erzielt. „Und mit Andreas Stocksmeier, Dieter Rösner, Tanja Prüßmeier und Dr. Eckhard Neddermann sind wieder vier Liberale im Stadtrat vertreten“, fügte Mühlenweg hinzu. Im Superwahljahr 2021 stehe Deutschland vor weitreichenden Entscheidungen, betonte der FDP-Politiker und verwies auf die Bundestagswahl am 26. September. Dabei gehe es nicht nur um den Umgang mit der Corona-Krise. „Es geht um 83 Millionen Existenzen und die Grundlagen unseres zukünftigen Wohlstands“, sagte Mühlenweg. Für ihn ist wichtig, „dass die Wirtschaft wieder ins Laufen kommt und neue Arbeitsplätze entstehen“, wenn die Pandemie überwunden ist. Auch komme es darauf an, dass der Schub, den die Digitalisierung durch Corona bekommen hat, auch weiter trage und zu einem echten Wandel führe. Der alte und neue Fraktionsvorsitzende im Vlothoer Stadtrat, Andreas Stocksmeier, erinnerte in einem Grußwort an die coronabedingten Einschränkungen für Rat und Verwaltung. „Im März hat uns die Krise überrolt und den Rest des Sitzungsjahres bestimmt“, sagte Stocksmeier mit Blick auf die Gremiensitzungen in der Schulaula und Sporthalle. Die Fraktion sei größer geworden, „was erfreulich frischen Wind und neue Ideen mit sich brachte“, so der Fraktionschef der  Freien Demokraten. Auch im Jahre 2021 werde der Kampf gegen die Pandemie weiterhin die politische Agenda bestimmen. Dass es in Deutschlnad nun zwei zugelassene Impfstoffe gebe, mache Hoffnung, unterstrich Stocksmeier. Es müsse nun alles unternommen werden, damit die Impfstoffe auch in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen. Auf ein höchst aktuellesThema in Stadt und Kreis ging das neue FDP-Ratsmitglied Eckhard Neddermann ein. Er berichtete über den zunehmenden Widerstand von Grundbesitzern, Landwirten und Jägern gegen die geplante ICE-Neubaustrecke von Bielefeld nach Hannover zur Umsetzung des Deutschlandtakts. Neddermann sprach sich dafür aus, die vorhandene Strecke auszubauen. „Der komplette Neubau einer Bahntrasse würde unsere Kulturlandschaft zerschneiden und wertvolle Biotopüe zerstören“, warnte der promovierte Apotheker. Er rief dazu auf, der in Vlotho gegründeten Bürgerinitiative WiduLand e. V. beizutreten und gemeinsam gegen die „milliardenschwere“ ICE-Strecke zu protestieren.

  • BZ: Einig am „Protestdreieck“ gegen ICE-Trasse (v.l.): Frank Schäffler MdB, Dr. Eckhard Neddermann (Ratsmitglied) und Siegfried Mühlenweg (FDP-Ortsvorsitzender). FDP-Politiker unterstützt Bürgerinitiative „WiduLand“ Vlotho (Kreis Herford). Erhebliche Zweifel an der Wirtschaftlichkeit der geplanten ICE-Neubaustrecke von Bielefeld nach Hannover äußert der heimische Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler. In einem Gespräch mit den Freien Demokarten in Vlotho verwies Schäffler auf die Anwort der Bundesregierung auf seine Anfrage zum Kosten-Nutzen-Verhältnis für den Bau einer neuen Trasse. Der vom Verkehrsministerium angegebene Wert liege bei 1,04. „Das bedeutet, dass das erwartete Ergebnis die Investionen kaum übersteigt“, kritisierte Schäffler. „Investitionen in Milliardenhöhe“ seien nicht zu rechtwertigen, sagte der FDP-Politiker, der auf Einladung des FDP-Vorsitzenden Siegfried Mühlenweg zu dem „Vor-Ort-Termin“ nach Vlotho gekommen war. Für den Bundestagsabgeordneten aus Bünde fehlen in der öffentliche Debatte derzeit „nötige Transparenz und klare Fakten“. Einig waren sich Schäffler und der Vlothoer Ratsherr Dr. Eckhard Neddermann in der Einschätzung, dass die Ertüchtigung von Bahnstrecken in Europa grundsätzlich sinnvoll und auch erforderlich sei. Für Neddermann steht jedoch fest, dass der Ausbau der vorhandenen Strecke zwischen Bielefeld und Hannover „landschafts- und umweltschonender“ ist als der vollständige Neubahn der ICE-Trasse zur Umsetzung des „Deutschlandtakts“, der von einer Fahrzeit von Bielefeld nach Hannover von 31 Minuten ausgeht. Neddermann: „Warum sollen mit einem Milliardenprojekt für den Deutschlandtakt 18 Minuten eingespart werden, wenn die etwas langsamere Alternative kostengünstiger und umweltverträglicher ist?“ Auch der Vorsitzende der FDP Vlotho, Siegfried Mühlenweg, sprach sich dafür aus, neben den bereits angekündigten fünf Trassenvarianten auch die Option des trassennahen Ausbaues der Bestandsstrecke zu prüfen. Einer komplett neuen Trassenführung durch die Vlothoer Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete erteilte er eine klare Absage. Bestehende Natur- und Erholungsräume dürften nicht zerstört werden. Schäffler, der auch dem FDP-Bezirksverband vorsteht, kündigte an, dass sich zeitnah eine Arbeitsgruppe auf OWL-Ebene mit dem Thema „ICE-Trasse“ befassen und für den kommenden Bezirksparteitag einen Beschlussvorschlag erarbeiten werde. Der Arbeitsgruppe wird auch der Vlothoer FDP-Chef und stellvertretende Kreisvorsitzende Mühlenweg angehören. Viel Verständnis zeigte der Bundestagsabgeordnete für die zunehmenden Proteste von Grundbesitzern, Landwirten und Jägern gegen die geplante ICE-Neubaustrecke. Spontan entschloss er sich, der in Vlotho gegründeten Bürgerinitiative WiduLand e. V. beizutreten, die sich für den maßvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen „unserer Vlothoer Naturlandschaft“ einsetzt, wie Eckhard Neddermann erläuterte. Als Zeichen des Protests steht das weithin sichtbare „Orange Dreieck“ bereits in vielen Vlothoer Gärten und Vorgärten.

  • Am Samstag hatten wir unseren InfoStand am WEZ in Uffeln mit nochmal erfreulich vielen Gesprächen und Kontakten, wo doch so viele MitbürgerInnen schon briefgewählt haben. Alle drei Uffelner KandidatInnen waren natürlich mit von der Partie: Spitzenkandidat Andreas Stocksmeier und die beiden anderen liberalen KandidatInnen für Uffeln Daniela Lenger und Helmut Kamp. Bürgermeisterkandidat Christoph Roefs hatte seinen Stand direkt daneben.

  • Gestern war Daniele Beihl, FDP-Landtagsabgeordnete in Düsseldorf beim Liberalen Stammtisch im Alt-Heidelberg. Sie ist aus Espelkamp und eine der vier ostwestfälischen FDP-Landtagsabgebordneten und in der Fraktion für Bildung und Hochschulbildung zuständig. Sie referierte vor 18 Gästen zunächst über die Corona-Problematik. Erwartungsgemäß seien die Hochschulen problemloser durch die bisherigen Coronaeinschränklungen gekommen. Das Problem des Schulbesuchs wurde diskutiert und klargestellt, daß es z.B. bzgl einer Maskenpflicht keine Lösung gäbe, die alle zufriedenstellt. Nun sei es aber für die Bildungsministerin vertretbar und in höchstem Maße notwendig geworden, wieder gemeinsames und möglichst unbehindertes Lernen zu ermöglichen, Noch weitergehende Unterrichtsausfälle träfen vor allem Kinder aus weniger untersützungsfähigen Familien. TeilnehmerInnen, oft selbst Eltern, forderten verstärkte Weiterbildung der LehrerInnen für das digitale Lernen. Zum Vorantreiben der Digitalisierung des Lernens seinen  aus dem Zuschußprogramm der schwarz-gelben Landesregierung zur iPad-Ausstattung auch Vlotho insgesamt 185.000.-€ zugeflossen. Erwähnt und besonders positiv bewertet wurde das schwarz-gelbe Landesprogramm der sogenannten Talentschulen für sozial schwierige und benachteiligte  Großstadt-Regionen. Weitere Diskussionen gab es über den Lernstandard. Es müsse Ziel sein, daß alle Kinder beim Übergang bestimmte Grundkenntnisse und Fähigkeiten als allgemeinverbindlich beherrschen müßten. Weitere Fragen in der zweistündigen Diskussion wurden auf einen nächsten besuch in den Monaten nach der Wahl verschoben. 

  • Auf dem Foto: Ulrich Ammon, Alexander Hammoud, Tanja Prüßmeier, Henning Bökamp Vlotho weiter denken – Verwaltungsgrenzen überwinden Am Sonntagnachmittag trafen sich auf Initiative von Ulrich Ammon, FDP-Kandidat im Kreiswahlbezirk 25 und drei Vlothoer FDP-OrtskandidatInnen mit dem FDP-Bürgermeisterkandidat Henning Bökamp und Thomas Schmitz, Lohe-Ost, aus Bad Oeynhausen. Es war das erste Zusammentreffen der benachbarten Liberalen in den letzten Jahren. Ulrich Ammon: Ich habe bewußt als Treffpunkt die Orts-und Kreisgrenze oben am ehemaligen Rütli gewählt. Zu meinem Kreiswahlbezirk gehören sowohl Uffeln als auch Höltkebruch und Bonneberg. Uffeln und Bonneberg haben besonders viele grenzüberschreitende Straßen und natürlich auch Kreisstraßen. Eine vernünftige Planung von Bau und Unterhaltung von Straßen und Radwegen geht hier nur mit verbesserter und damit preisgünstigerer Kooperation mit dem Nachbarn. Über die Höltkebruchstraße führt der meiste Verkehr weiter über Oberbecksener Straße und Hau-und Loher Straße Richtung Bad Oeynhausen. Nach dem überzogenen Ausbau der Höltkebruchstraße könnte der Verkehr spürbar zunehmen. Hier ist also eine gemeinsame Planung, Beobachtung und Lenkung der Verkehrsströme unerläßlich, so Höltkebruchstraßen-Anlieger und Kandidat Alexander Hammoud. Er und seine Frau Sonja waren mit dem Rad zum Treffen gekommen. Tanja Prüßmeier, Ratsfrau und parteilose Kandidatin für die FDP ist als heimische Vertreterin auf dem Bonneberg an einer engeren Kooperation besonders interessiert, weil ihr Ortsteil und Wahlbezirk 10 Bonneberg eine besonders lange Grenze zu Bad Oeynhausen aufweist, von der Steinegge über die Lohe bis an den Rand der Ebenöde. Kritik und notwendige Verbesserungen äußerten vor allem Henning Bökamp für seine Stadt und Alexander Hammoud bezüglich Planung, Transparenz und Management von größeren Investitionen auch in Vlotho. Viel Interessantes hatte Henning Bökamp aus Bad Oeynhausen zu berichten, dabei Großinvestitionen, die Sorge bereiten. Gemeinsam sah man das ständige Zugreifen auf Zuschußmöglichkeiten aus Steuermitteln durch Land oder Bund bei Investitionen kritisch, wenn gleichzeitig ein trotzdem noch nennenswerter Kostenanteil und oft auch eine planerische Zwangsjacke bei den Gemeinden verbleibe. Die Oeynhausener und Vlothoer Liberalen vereinbarten für die Zeit nach der Wahl gemeinsame Treffen zur Fortsetzung des Verkehrsthemas und zum Thema Flüchtlingsarbeit und Integration, zu dem Ulrich Ammon als Vlothoer Flüchtlinghelfer Erfahrungen und Ideen beitragen will. Außer einem kleinen Regenschauer konnten die TeilnehmerInnen der Gesprächsrunde die schöne Aussicht auch bei Sonne genießen. Gez.  Ulrich Ammon, 23.08.2020  

  • Erhebliche Gefahr für Wald und Mensch durch den Eichenprozessionsspinner Vlotho. Um die Energieversorgung Deutschlands langfrististig sicherzustellen,  ist nach Auffassung von Landwirt Heinz Rasche ein verstärkter Einsatz von erneuerbaren Energieträgern wie der Holzenergie notwendig. Wie man geschädigte Bäume klimaneutral zum Heizen verwenden kann, demonstrierte er Freunden und Gästen der Freien Demokraten bei einer „Vor-Ort-Veranstaltung“ der FDP Vlotho auf seinem Hof in Vlotho-Bonneberg. Heizen mit Hackschnitzeln aus Holz sei aktiver Klimaschutz, betonte Rasche, der seit 2004 eine Hackschnitzelheizung für die Wärme- und Warmwassergewinnung seiner Gebäude betreibt. Das Holz werde aus dem eigenen Wald geholt und vor Ort verarbeitet. „Wir haben glücklicherweise genug Waldholz“, sagte Rasche, räumte jedoch auf Nachfrage ein, dass für die Lagerung der Hackschnitzel viel Platz benötigt werde. Rasche erklärte den Besuchern die einzelnen Herstellungsschritte und sprach von „guten Erfahrungen mit Holz als Energiequelle“ seit mehr als 15 Jahren. Über die zunehmenden Gefahren für Wald und Mensch durch den Eichenprozessionsspinner berichtete der Holzfachmann Daniel Döhr. Ausdrücklich warnte der Experte die Besucher vor dem Irrglauben, der Eichenprozessuionsspinner trete in Ostwestfalen-Lippe (noch) nicht auf. „Er kommt an allen Eichen-Arten vor und wird sehr bald auch bei uns in Vlotho ein großes Thema sein“, sagte Döhr. Nach seiner Darstellung liegt die eigentliche Schadwirkung des Eichenproszessionsspinners („neben den Fraßschäden“) in den gesundheitlichen Auswirkungen der giftigen Raupenhaare auf den Menschen. Döhr: „Die Brennhaare der Raupen haben Widerhaken, sind hohl und führen beim Menschen zu gesundheitlichen Beschwerden bis hin zu gefährlichen Schockreaktionen“. Besonders betroffen seien dünne Hautpartien im Gesicht, am Hals und an der Innenseite der Ellenbogen. Die akute Gefahr sei während der Raupenfraßzeit  am größten, so Döhr. Betroffene Personen sollten bei Auftreten von allergischen Symptomen den behandelnden Arzt oder einen Hautarzt aufsuchen.  

  • BZ: Sprach zu einem „heißen Thema“ bei tropischen Temperaturen. Marc Lürbke (l.), der vom Orstvorsitzenden Siegfried Mühlenweg begrüßt wurde. Mehr Respekt und Wertschätzung für unsere Polizeibeamten Vlotho (Kreis Herford). Polizei im Kreuzfeuer? – lautete die Frage, auf die der innenpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Marc Lürbke klare Antworten lieferte. Mit Blick auf zunehmende Randale und massive Ausschreitungen in deutschen Großstädten forderte er mehr Wertschätzung und Respekt für die Beamtinnen und Beamten. Verbale und tätige Angriffe  gegen Polizistinnen und Polizisten in NRW seien nicht hinnehmbar, sagte Lürbke bei einer Vortragsveranstaltung in Vlotho. Nach Angaben des Politkers, der auf Einladung der FDP Vlotho sprach, hat die schwarz-gelbe Landesregierung seit 2017 „viel bewegt“ und das Thema „Innere Sicherheit“ in NRW ganz oben auf die Prioritätenliste gesetzt. „Wir haben unserer Polizei mit mehr Personal, besseren rechtlichen Grundlagen und vor allem mit moderner Ausstattung konsequent den Rücken gestärkt“, sagte Lürbke. Bei der Anschaffung neuer Fahrzeuge habe man beispielsweise zunächst die Praktiker vor Ort gefragt und erst danach über den Neukauf entschieden. Dieser „liberale Ansatz“ habe sich bewährt. Ausdrücklich begrüßte der Liberale ein einjähriges Pilotprojekt in vier ausgewählten Kreispolizeibehörden zum Einsatz von Elektroschockpistolen (sogenannten Tasern). Es komme darauf an, in der Praxis zu überprüfen, wie Taser künftig die Lücke zwischen Pfefferspray, Einsatzmehrzweckstock und Schusswaffe konkret schließen können. Lürbke verwies auf positive Erfahrungen in Rheinland-Pfalz. „Dort konnten Angriffe auf Polizeibeamte allein durch die präventive Wirkung des Tasers spürbar reduziert werden“, so der Innenexperte. Die Aufgaben der Polizei wüchsen ständig, betonte der Abgeordnete aus Paderborn, der auch stellvertetender Fraktionsvorsitzender der FDP-Fraktion in Düsseldorf ist. Er kündigte noch mehr Personal im Polizeidienst an und sprach von über 2.500 Neueinstellungen. Nach seiner Darstellung ist das Abitur weiter Einstellungsvoraussetzung, Lürbke setzte sich aber auch dafür ein, „jungen Menschen mit Realschulabschluss den Polizeidienst zu ermöglichen“. Zudem sollten mehr „Quereinsteiger“ für den Beruf gewonnen und eingestellt werden. Wie viele der neuen Polizisten in Vlotho ankommen, sorgte bei den Zuhörern für viel Gesprächsstoff. Nach den Worten des Vlothoer Ortsvorsitzende Siegfried Mühlenweg ist es wichtig, „die Polzei vor allem mit mehr Vertrauen auszustatten“. Die Freien Demokraten wollen alle Polizeiwachen und Bezirksdienste im Kreis Herford erhalten, sagte Mühlenweg, der als Kreistagsmitglied dem Polizeibeirat seit 2014 angehört.    

  • JuLi-Chef Nico Klinger fordert freies WLAN und Umdenken auf Verwaltungsebene Vlotho. Die Jungen Liberalen (kurz: JuLis) bestärken Jugendliche und junge Erwachsene, sich vor Ort politisch zu engagieren. Auch in Vlotho sollte es gelingen, junge Menschen zwischen 14 und 35 Jahren für die FDP-Nachwuchsorganisation zu gewinnen und in politische Beratungsprozesse einzubinden. Dies sagten der Kreisvorsitzende der Jungen Liberalen, Nico Klinger, und der FDP-Fraktionsvorsitzende im Vlothoer Stadtrat, Andreas Stocksmeier. Klinger, der auf Einladung der Freien Demokraten beim „Liberalen Stammtisch“ in Vlotho sprach, begrüßte die Entscheidung der schwarz-gelben Landesregierung, in NRW insgesamt 178 Millionen Euro in digitale Endgeräte für den Unterricht auf Distanz zu investieren. Nach seinen Angaben stehen dafür allein im Kreis Herford rund 537.000 Euro zu Verfügung. Dass in Vlotho für Lehrkräfte und Schülerschaft iPads für den digitalen Unterricht  für rund 1,2 Mio. Euro angeschafft wurden, begrüßte Klinger ausdrücklich. Dies sei ein wichtiger Schritt „in Richtung mehr Bildungsgerechtigkeit“ und mache den schulischen Erfolg unabhängiger vom Einkommen der Eltern. Klinger: „Längst nicht alle Lehrer und Schüler hatten während des Corona-Lockdowns  daheim eigene Tablets oder Laptops“. Der Student der Betriebswirtschaftslehre forderte auch freies WLAN an zentralen Plätzen sowie in öffentlichen Gebäuden im gesamten Wittekindskeis. Klinger: „Das kann zu mehr Attraktivität auch in Vlotho beitragen“, denn Aufenthaltsqualität definiere sich keineswegs nur durch bauliche Aspekte.

  • BZ: Stellten die „druckfrische“ Wahlbroschüre der FDP Vlotho vor (v.l.): Dr. Eckhard Neddermann, Tanja Prüßmeier, Daniela und Nils Lenger sowie Sonja Hammoud. Ehrenamt stärken und beste Bildung ermöglichen  Vlotho. Die Freien Demokraten in Vlotho wollen das Ehrenamt stärken und „beste Bildung“ ermöglichen. Diese vorrangigen  Gestaltungsziele beschreibt unter anderem eine 8-seitige FDP-Wahlbroschüre, die am Mittwoch „druckfrisch“ vorgestellt wurde und demnächst an alle Haushalte versandt wird. Außerdem informieren die 17 Wahlkreisbewerberinnen und -bewerber über die Schwerpunkte ihrer kommunalpolitischen Arbeit. Zu den Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahlbezirke in Vlotho zählen auch Sonja Hammoud, Daniela und Nils Lenger, Tanja Prüßmeier sowie Dr. Eckhard Neddermann, die als parteiunabhängige Bewerber zur Kommunalwahl am 13. September antreten. „Dass es bei der FDP  möglich ist, auch ohne Parteibuch zu kandidieren und sich in der Lokalpolitik zu engagieren, hat sich für uns Liberale und für Vlotho bewährt“, sagt der Ortsvorsitzende Siegfried Mühlenweg. Denn längst nicht alle Bürgerinnen und Bürger, die Vlotho mitgestalten möchten, wollten zugleich Mitglied einer Partei werden. Nicht alle Parteien ermöglichten diese „offene Kandidatenauswahl“,  so Mühlenweg. Zur Wahlbroschüre FDP Vlotho

  • BZ (1): Freuen sich über das Insektenhotel an der Schutzhütte (v.l.): Hendrik Halewat (Hegering Vlotho), Christa Brühl (Initiatorin des Naturlehrpfads Bonstapel), Dr. Eckhard Neddermann (FDP-Wahlkreiskandidat), Christiane Flörkemeier (Eigentümerin) und Friedrich-Wilhelm Südmersen (FDP Vlotho). Naturlehrpfand Bonstapel erhält zusätzliche Attraktion „Insektenhotel“ in der Nähe der Schutzhütte eröffnet Vlotho. Nur wenige Tage nach Vollendung seines 75. Lebensjahres gibt er Glückwunsch und Dank für sein ehrenamtliches Wirken zurück: Friedrich-Wilhelm Südmersen,  Naturfreund und FDP-Kommunalpolitiker aus Vlotho, spendet der Allgemeinheit ein selbst gebautes Insektenhotel. Fast 50 Stunden hat er an dem Projekt gearbeitet, das am Freitag (17. Juli) an der Schutzhütte am Naturlehrpfad Bonstapel eröffnet wurde. Initiatorin des Naturlehrpfades war im Jahr 1994 die Unternehmerin Christa Brühl aus Exter, die es sich nehmen ließ, an der Übergabezeremonie teilzunehmen. Brühl war es, die vor mehr als 25 Jahren viele Mitstreiter und auch  Sachspenden für ihre Idee gewinnen konnte, „den Menschen näher an die Natur und diese näher an den Menschen zu bringen. Zu den Aktiven zählte von Anfang an die Löschgruppe Steinbründorf und der Hegering Vlotho, dessen Mitgliedern sich um die Pflege des Wanderweges kümmern. Auch Friedrich-Wilhelm, den in Vlotho alle „Willi“ nennen, gehört zu den „Kümmerern“ der ersten Stunde. Seit vielen Jahren ist dem agilen Rentner die ehrenamtliche Pflege und Instandhaltung des Pfades eine Herzensangelegenheit. In seiner Begrüßung verwies der Vorsitzende der FDP Vlotho, Siegfried Mühlenweg, auf die touristische Bedeutung der Wanderstrecle. Längst sei der Naturlehrpfad mit einer Länge von fünf Kilometern unterhalb des Bonstapels zu einer festen Größe für Wanderer und Naturfreunde geworden. Das neue Insektenhotel sei nun eine weitere Attraktion auf dem Rundwanderweg, sagte der Ortsvorsitzender. Es soll fortan an der Hege und Pflege von Insekten und Spinnentieren diesen, deren natürliche Biotope wie Lehmwände oder altes Holz immer weniger vorkommen. „Diese Insektenhotels sind  eine wunderbare Möglichkeit, Umwelt- und Artenschutz miteinander in Einklang zu bringen“, so Mühlenweg bei der Eröffnung.

  • FDP sucht mit der Landwirtschaft das Gespräch vor Ort Vlotho (Kreis Herford). Mit dem Projekt „Blühendes Band in Bauernhand“ schaffen Landwirte in Vlotho auf einer Fläche von insgesamt sechs Hektar neue Lebensräume für Insekten, Vögel oder Wildtiere. Auf Einladung der Freien Demokraten informierten der Vorsitzende des landwirtschaftlichen Ortsvereins Vlotho-Valdorf-Uffeln, Hendrik Halewat, und der Landwirt Falk Steinmann über die freiwillige Aktion der Bauern. „Die Honigbrache auf einem Hektar Fläche bleibt den ganzen Sommer stehen“, sagte Steinmann, der am Beispiel seines Betriebes das auf drei Jahre angelegte Projekt präsentierte. „Wie sind positiv überrascht von der guten Resonanz und machen gerne mit“, so Steinmann. In seiner Begrüßung rief der FDP-Ortsvorsitzende Siegfried Mühlenweg dazu auf, der Landwirtschaft „wieder mehr Wertschätzung entgegenzubringen“. Die Landwirte seien Produzenten hochwertiger Futter- und Lebensmittel, aber gleichzeitig auch Verbraucher und Umweltschützer, sagte Mühlenweg und fügte hinzu: „Politik muss viel mehr mit den örtlichen Landwirten sprechen und nicht übereinander“. Auch deshalb hätten die Freien Demokraten in Vlotho ein neues Veranstaltungsformat „FDP vor Ort“ entwickelt, um vor Ort Informationen zu sammeln und im Dialog unterschiedliche Standpunkte auszutauschen. Der Landwirtschaft „als integraler Bestandteil unserer Stadt“ habe der erste Besuch gegolten. Dr. Eckhard Neddermann, langjähriger Vorsitzender des Vlothoer Hegerings, erinnerte an das Höfesterben in Vlothos großen Außenbereichen. Viele kleinere Betriebe hätten in den vergangenen Jahren ihre Höfe aufgegeben, jetzt drohe auch mittleren Betrieben das Aus, warnte Neddermann. „Allein im Kreis Herford haben wir in den letzten Jahren rund fünf Prozent unserer Betriebe verloren“, ergänzte Halewat. Dies sei auch die fatale Folge der Devise: „Wachsen oder Weichen“, betonte der Nebenerwerbslandwirt aus Vlotho. BZ: Stellten das Projekt „Blühendes Band 2.0“ vor und diskutierten mit FDP-Politkern über die Bedeutung der Landwirtschaft im ländlichen Raum: Hendrik Halewat  (5.v.li.) und Falk Steinmann (7.v.li.).  

  • Andreas Stocksmeier erneut Spitzenkandidat / Wahlslogan  einstimmig verabschiedet Vlotho. Unter dem Motto „Vlotho weiter denken.“ will die  FDP Vlotho  im neuen Stadtparlament ein kritischer Ideengeber bleiben. Dies hat der Spitzenkandidat der Freien Demokraten, Andreas Stocksmeier, auf der Ortswahlversammlung der FDP Vlotho im Hotel „Moorland“ gesagt. Einmütig gewählt wurden die Bewerberinnen und Bewerber für die 17 Wahlbezirke und die Reserveliste für die Kommunalwahl am 13. September. Andreas Stocksmeier, seit 2012 FDP-Fraktionschef im Stadtrat, kündigte an, gerade in Zeiten der Corona-Pandemie „mit noch unvorhersehbaren wirtschaftlichen Folgen“ den Stadtfinanzen größte Aufmerksamkeit zu widmen. Im kommenden Jahr dürfte sich die zunehmend schwierige Finanzsituation noch weiter verschärfen. Auch werfe die „geplatzte Sanierung des Bahnhofs“  neue Fragen über die weitere Nutzung auf – „bis hin zum Abriss“. Stocksmeier sprach sich dafür aus, das „Radwege-Konzept“ endlich auf den Weg zubringen. Die FDP werde dabei ein konstruktiver Begleiter sein. In seiner Begrüßung bezeichnete der Ortsvorsitzende Siegfried Mühlenweg die Kommunalwahl 2020 als „wichtigstes politisches Ereignis des Jahres“. Für die Liberalen komme es darauf an, möglichst „viele Menschen in Stadt und Kreis für vernünftige Sachpolitik und Inhalte der Freien Demokraten zu begeistern“. Die Chancen der FDP, wieder erfolgreich in den Rat der Stadt Vlotho einzuziehen, seien groß, betonte Mühlenweg. Für dieses Ziel brauchten die Liberalen neben Mut, Tatkraft und Ausdauer vor allem Teamgeist. Ausdrücklich lobte Mühlenweg die gute Arbeit der Freien Demokraten in Düsseldorf „als wichtiger Teil der NRW-Koalition“. Nordrhein-Westfalen sei innovativer und sicherer geworden, es biete laut Mühlenweg „für mehr Menschen neue Chancen“. Mit vier FDP-Abgeordneten sei OWL stark vertreten. „Die vorgeschlagenen Kandidaten repräsentieren eine bunte Mischung – genau so bunt und vielschichtig wie unsere Stadt selbst“, sagte der Ortsvorsitzende, der auch als Versammlungsleiter fungierte. Das Alter der Kandidaten spanne sich über drei Generationen und sei somit „sehr bevölkerungsnah zusammengesetzt“, ergänzte Karl-Heinz Lenger. Ulrich Ammon verwies auf die schon traditionelle Offenheit der Vlothoer Freidemokraten, auch „Liberale ohne Parteibuch“ seien willkommen. „Von 17 Kandidaten sind neun Parteimitglieder und acht parteiunabhängige Bewerber, sieben treten zum ersten Mal bei einer Kommunalwahl an.“ Stocksmeier und Mühlnweg zeigten sich zuversichtlich, mit der neuen Crew einiges bewegen zu können. „Wir können selbstbewusst in den Wahlkampf gehen“, sagte der Spitzenkandidat.  Auch wenn die Liberalen in Vlotho stets stark waren und „weiter gebraucht werden“, werde ein gutes Wahlergebnis für die FDP kein Selbstläufer, unterstrich Mühlenweg. Gute Arbeit allein in den politischen Gremien reiche nicht aus.  Er rief dazu auf, „ab sofort einen engagierten und motivierten Wahlkampf in Stadt und Kreis zu machen“. Unter strikter Beachtung der NRW-Coronaschutzverordnung verabschiedete die Versammlung die Reserveliste mit Andreas Stocksmeier auf dem ersten Listenplatz. Ihm folgen Dieter Rösner, Tanja Prüssmeier, Dr. Eckhard Neddermann und Ralf Metz. Als Vlothoer Bewerber für  die Kreiswahlliste wurden Ulrich Ammon und Siegfried Mühlenweg einstimmig nominiert, über die am 17. Juni die Kreiswahlversammlung in Herford entscheiden wird. BZ: Mit Abstand auf den vorderen Plätzen der Reserveliste.(v.re. Nach li.): Andreas Stocksmeier, Dieter Rösner, Tanja Prüssmeier, Dr. Eckhard Neddermann und Ralf Metz (2.v.li). Foto: Prüssmeier

  • Höchster Berg im Kreis Herford erhält ein unverwechselbares Gesicht Vlotho. Ab sofort ist der Kreis Herford um eine Sehenswürdigkeit reicher: Auf dem Bonstapel, mit 342 m höchster Berg der Stadt Vlotho und zugleich des Kreises Herford, liegt nun ein markanter Gipfelstein mit Gravur, der für Wanderer gut erkennbar und weithin sichtbar ist. Es ist ein rund sechs Tonnen schwerer Findling, der auf Initiative des Vlothoer Liberalen, Friedrich-Wilhelm  („Willi“) Südmersen, aufgestellt wurde. Während der offiziellen Einweihungsfeier des Monuments würdigten Landrat Jürgen Müller, Bürgermeister Rocco Wilken, Stephen Paul MdL FDP Ortsvorsitzender Siegfried Mühlenweg und Kurt Knäble als Chef des Heimatvereins die neue Attraktion im Vlothoer Ortsteil Valdorf. In seiner Begrüßung schilderte Mühlenweg die Geschichte des Findling-Projektes. In den 70er Jahren wurde der mächtige Koloss auf dem Grundstück des Valdorfers Willi Südmersen bei Straßenbauarbeiten gefunden und freigelegt. Zunächst wurde der Stein an einem sicheren Platz in der Nähe des Bauhofs „zwischengelagert“, bis bei den Vlothoer Liberalen vor etwa einem Jahr die Idee entstand, den höchsten Punkt in Stadt und Kreis zu markieren. Damit sollte der 50-jährige Dornröschenschlaf des mächtiges Steines enden. „Ich stellte den Findling zur Verfügung“, sagte Südmersen – und dann ging alles ganz schnell. Die Genehmigungen wurden eingeholt und die schwierigen Fragen des Transports auf den Bonstapel  geklärt. Mit seiner Begeisterung steckte Südmersen seine liberalen Parteifreunde an, so dass Stephen Paul sogar einen großen Teil der Gesamtkosten  aus eigener Tasche bezahlte. Der FDP Ortsverband Vlotho und der örtliche Heimatverband leisteten ebenfalls eine beachtliche Unterstützung. „Die FDP kann zwar keine Berge versetzen, aber mächtige Steine“, sagte der Ortsvorsitzende zur Eröffnung des Festakts. Er verwies auf die Möglichkeit, den Stein mit Briefen zu beehren unter der Adresse „Der dicke Willi“. Ein Briefkasten ist hinter einem der zahlreichen Sitzfindlinge angebracht. Schon haben sich erste Wanderer in das Gipfelbuch eingetragen, hieß es. Stephen Paul lobte in einem Grußwort das große ehrenamtliche Engagement von Willi Südmersen. Sein Beispiel zeige eindrucksvoll, dass Demokratie vom Mitmachen lebt, von Tatkraft und Entscheidungsfreude. Der Gipfelstein gebe jetzt allen Im Kreis Herford ein gutes Stück Orientierung, betonte der Abgeordnete. Landrat Jürgen Müller bezeichnete den vollendeten Plan der Freien Demokraten als grandiose Idee. „Jetzt haben wir im Kreis Herford neben dem Nonnenstein etwas Besonderes und Symbolstarkes, was bleibt“, sagte Müller und fügte noch schmunzelnd hinzu: „Der Kreis ist steinreich“. Rocco Wilken ergänze nicht ohne Stolz: „Wir in Vlotho wohnen da, wo andere Leute derzeit Urlaub machen“. Möge der markante Punkt in luftiger Höhe viele Wanderer und Spaziergänger begeistern – und insofern den Tourismus in Vlotho ankurbeln helfen.